Was bringt's?

 

 

 

 

 

"Harmonisierung der Lebenskraft" ist für Viele vielleicht ein schrecklich nebulöser Ausdruck, mit dem Texte über Qi Gong oder Taiji Quan sich gerne zieren.

 

Für mich sind folgende Wirkungen meiner Übungen deutliche Fakten:

 

"Ich bin heut morgen so knallvergnügt aufgewacht" Dieser Buchtitel von Joachim Ringelnatz beschreibt eine grundlegende Veränderung in meinem Leben nach einigen Monaten regelmäßigen Übens von Taiji Quan und Qi Gong:

 

Knallvergnügt aufwachen und Lust auf einen neuen Tag haben.

 

Nach meinen ersten Taiji-Stunden hat mich am meisten das Entspannt- und trotzdem Wach-Sein beeindruckt. Die Leichtigkeit, mit der ich im wahrsten Sinne des Wortes gestärkt für den Alltag nach Hause ging.

 

Nach folgendem Erlebnis beschloß ich, die Sache mit der chinesischen Bewegungskunst professionell zu lernen: Ich hatte morgens vor meiner Arbeit als Erzieherin zu Hause noch Zeit gehabt, eine halbe Stunde Taiji Quan zu üben. Entspannt kam ich im Kindergarten in meiner Gruppe an. Mein Kollege diskutierte dort lautstark mit einer Mutter. Beide hatten sich in einem heftigen Wortwechsel verfangen. In der Sache schien es mir berechtigt, für meinen Kollegen Partei zu ergreifen. Es gelang mir, die rechtliche Situation des Kindergartens der Mutter mit sanfter Entschiedenheit als unumgänglich zu verdeutlichen und ihr obendrein noch eine gangbare Konfliktlösung anzubieten.

Mein Kollege sagte völlig baff: "Wie hast Du das denn jetzt gemacht?" Für mich war in dem Moment klar, daß das vorangegangene Üben mir diese mühelose Klarheit gegeben hatte und daß ich mehr davon in meinem Leben haben wollte.

 

Die höhere psychische Stabilität läßt einen weniger häufig zur Frustschokolade oder dem Gläschen Wein zum Runterkommen greifen. Wenn man nicht so sehr aus der Fassung gerät, muß man sich auch nicht so stark runterholen. Wenn dieses Auf und Ab nachläßt, ist das Leben weniger anstrengend und der Schlaf erholsamer, so daß man morgens leichter aus dem Bett kommt und man sich nicht so stark aufputschen muß.

 

Diese Effekte stellen sich eher unauffällig nebenbei ein, so daß man irgendwann überrascht feststellt: Ach, schau mal an, ich knabbere viel seltener Süßkram!

 

 

 

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